ANABWESENHEIT | Vom Verschwinden – fotografische Sichtbarkeiten

ANABWESENHEIT

Vom Verschwinden – fotografische Sichtbarkeiten

Die Zeit während des Pandemie-Lockdowns 2020/21 haben viele Kulturschaffende für eigene, oft ungewöhnliche Projekte genutzt. So auch neun Architekurfotograf:innen, die sämtlich Mitglieder des Bundesverband Architekturfotografie BVAF e.V. sind. Vom Rotlichtviertel über die Ruhrgebietsmetropole bis hin zum verlassenen Eifelort thematisieren sie die An- oder doch eher Abwesenheit von Menschen im Bildraum ihrer Arbeiten.

Die teilnehmenden Fotograf:innen sind Mario Brand, Annika Feuss, Axel Hausberg, Jörg  Hempel, Jens Kirchner, Hans-Jürgen Landes, Constantin Meyer, Lukas Roth, Stefan Schilling.

Am 14. Dezember 2023 um 18 Uhr wird die Fotoausstellung ANABWESENHEIT mit einer Vernissage im Forum der Stiftung Findeisen in Köln eröffnet. Es spricht Uta Winterhager.

Öffnungszeiten: 15.12.2023 bis 7.2.2024
Mo. – Fr. 10 bis 17 Uhr, sonntags 13 bis 17 Uhr, außer an Feiertagen und am 24.12. sowie 31.12.2023.

Forum der Stiftung Findeisen, Venloer Straße 19, 50672 Köln


Zur Arbeit von Constantin Meyer: Wollseifen 

Wollseifen ist ein Ort in der Eifel, der vom belgischen Militär während der Nachkriegsjahrzehnte als Truppenüberungsplatz genutzt wurde. Das Dorf nahe der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang, hat eine traurige und fragwürdige Geschichte, die sich in meinen Bildern andeutet. Die menschenleere Siedlung mit nur wenigen Häusern ist nur scheinbar ein Wohnort. Schnell fällt auf: Das ist kein Dorf, in dem gelebt wird, sondern die Kulisse dessen, was aufgrund einer Zwangsumsiedelung 1946 verlassen wurde. Und auch der spätere Truppenübungsplatz ist inzwischen Geschichte. Übrig geblieben ist ein skurriler Durchgangsort für Wanderer und Radfahrer.

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